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     Neuigkeiten aus der Redaktion, Der Anti-Kanon – literarische Meisterwerke aus der untersten Schublade

Liebe Freundinnen und Freunde der KRACHKULTUR,

heute geht unser Blog an den Start. Das Thema, dem wir uns hier zuerst widmen wollen, ist das Verhältnis von E- und U-Literatur. Unter der Überschrift »Der Anti-Kanon« berichten aktive und ehemalige KRACHKULTURISTEN sowie KRACHKULTUR-Sympathisanten in loser Folge über ihre liebsten »Literarischen Meisterwerke aus der untersten Schublade«. Der erste Beitrag »Dr. Mabuse, der Spieler« (N. Jaques, 1921) ist auch bereits online.

Der eine oder andere Leser wird sich eventuell beleidigt abwenden beziehungsweise entrüstete Einwände vorbringen; entweder weil er grundsätzlich keinen Kontakt mit Schund wünscht oder weil er seine hehre Kunst hier als Trash diffamiert sieht.

Das gehört zum Thema dazu, liegt in der Natur der Sache begründet. Was gestern noch Schund war, kann heute schon zum »richtigen« Kanon gezählt werden. Aber ist nicht auch im E-Kanon die eine oder andere Literatur enthalten, die in Wahrheit totaler Schrott beziehungsweise schrecklicher Intellektuellen-Kitsch ist? Einiges ist bereits wieder aussortiert worden; es gibt Nobelpreisträger, die kennt zu Recht kein Mensch mehr.

Oder gibt es heute überhaupt keine Grenzen mehr zwischen E und U? Oder werden sie nur ständig neu gezogen (wie im richtigen Leben, das auch ständig nach aktualisierten Atlanten verlangt)? Wenn ja: Wer ist der Herrscher über die Grenzen? Und was passiert im Grenzgebiet?

Auf eure Kommentare sind wir jedenfalls sehr gespannt. Also: Viel Spaß beim Kennenlernen ehemals beziehungsweise immer noch grenzwertiger Literatur!

Herzliche Grüße

Eure KK-Redaktion

Kommentare

Kommentar von Julia |

Viel Spaß und viele Leser!

Kommentar von Mona S. |

"U" als Pop-Literatur? Aber wer braucht die Schubladen? Anti-Kanon klingt schon vielversprechend.

Hier ist auch ein Beitrag dazu:

http://laputa-verlag.blogspot.de/2015/03/dieses-buch-ist-besser-als-pop.html

Kommentar von Barbara L. |

Freue mich schon darauf, Grenzen zu überschreiten. Mein Favorit: "Vom Winde verweht". Mein Gott, wie habe ich geweint, weil sich Red Butler und Scarlett immer wieder verfehlten!

Kommentar von Bruno Preisendörfer |

Ach ja, das sog. Verschmelzen von U und E Kultur ist eine so alte, altmodische und altbackene Angelegenheit, dass einem vor Langeweile die Daumen einschlafen beim Leerzeilendrücken. Ü-Kultur - wie öde. Umlaute auflösen, elitär werden!

Kommentar von susanne morawietz |

auch ein anti-kanon möchte ein kanon sein. kanon wech! - meine meinung.

Kommentar von Hans Balmes |

m9 - sagt der Duden hinter "Kanon", wenn man den Plural sucht: und hat als Beispielwort "Kakadus" - wer mag das ergründen? Auf jeden Fall - high and low ist erledigt, alles eine Ebene, in der es nur noch um Plurale geht - mehr Kanonen bitte, unendliche Kanons!

Kommentar von Bernadette |

Also, ich persönlich finde das keineswegs skandalös... habe schon "Schund" gelesen, der mich tagelang zum Lachen brachte bzw. den ich gar nicht mehr weglegen konnte sowie "hochwertige" Literatur, die ich nach der ersten Seite weglegen musste, weil ich dabei eingeschlafen bin... nach solchen Kriterien zu urteilen, ist oft Ersteres besser! :-)

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